Braucht Deutschland Tele-Intensivmedizin?

Wie ist die aktuelle Situation der Intensivmedizin?

Um die Relevanz von Tele-Intensivmedizin einordnen zu können, lohnt sich zunächst ein Blick auf die aktuelle Situation der Intensivmedizin in Deutschland. Intensivpatienten sind schwer krank im Vergleich zu anderen Patienten – oft geht es um Leben und Tod. Der Bettendruck, also die Situation in einer Klinik wo alle Betten einer Intensivstation bereits belegt sind, aber eine oder mehrere Neuaufnahmen warten, ist ebenfalls hoch. Aufgrund unserer Bevölkerungsstruktur, wir werden deutlich älter als früher, darf man annehmen, dass sich diese Situation nicht verbessern wird. Eine Intensivstation verbraucht im Vergleich zu anderen Bereichen einer Klinik deutlich mehr Ressourcen und hat hohe Kosten.

Der aktuelle Trend sind häufig zusätzliche Bettensperrungen aufgrund von Personalmangel, ein Umstand, der die Situation noch verschärft. Das Personal leidet an Burnout, ist häufiger erkrankt und hat oft die eigentlichen Aufgaben am Patienten aus den Augen verloren – aus Zeitmangel. Man darf hinzufügen, Burnout und Personalmangel betrifft allerdings auch Ärzte. Das neue Gesetz zur Pflegeuntergrenze soll für ausreichend Personal sorgen, bzw. es müssen Betten gesperrt werden ab einer bestimmten Untergrenze.

Was kann Tele-Intensivmedizin?

Tele-Intensivmedizin kann unabhängig von Entfernung und Tageszeit die Expertise von erfahrenen Intensivmitarbeitern, in Echtzeit, direkt an das Bett des Patienten bringen. Tele-Intensivmedizin kann damit als Unterstützung in der Therapie gesehen werden. Sie kann auch Teilschritte der Administration und Dokumentation übernehmen und somit zur Entlastung des Personals vor Ort beitragen. Zusätzlich kann eine Unterstützung, bei der auf der Intensivstation oft schwierigen Kodierung, stattfinden. Es ist bekannt, dass das Befolgen von Leitlinien das Outcome schwer kranker Patienten verbessert, dies geschieht aber leider nicht in jedem Fall. Auch hier kann die Tele-Intensivmedizin zu einer Verbesserung beitragen. Zur Optimierung des Bettendruck erfolgt eine Identifizierung von Patienten, die entlassen werden können. Tele-Intensivmedizin kann somit zu einer Verbesserung der Behandlungsqualität führen.

Was will das Personal?

Das Personal will ein Ende von Überlastung, Bournout, Administration und ausufernder Dokumentation. Das Personal wünscht sich Zeit, Zeit für den Patienten. Pflegepersonal und Ärztinnen und Ärzte sind initial auf der Intensivstation angetreten, um zu helfen, auch am Wochenende oder in der Nacht, Sie möchten gute Medizin abliefern.

Was wollen unsere Patienten?

Die Patienten wollen eine gute, empathische Behandlung, Personal das Zeit hat für Sie, insbesondere auch wenn es um Leben-und Tod auf der Intensivstation geht. Einfühlungsvermögen, ein Arzt der Zeit hat für ein Gespräch.

Schlussfolgerung: Relevanz von Tele-Intensivmedizin

Tele-Intensivmedizin kann kein Personal ersetzen, aber deutlich entlasten. Sie kann uns die Zeit, die wir benötigen für eine empathische gute Behandlung wieder zurückgeben. Es geht nicht um Kontrolle, sondern um Unterstützung mit der gleichen Intention – unsere Patienten sollen schnell wieder gesund in Ihr altes Leben zurück. Ein Tele-Intensivmediziner hat Zugriff auf alle Behandlungsdaten und Ergebnisse in hoher Qualität und auf einen Blick; er ist auch nicht abgelenkt von den üblichen Problemen einer Intensivstation. Die Tele-Intensivmedizin kann Helfen damit die Helfer am Bett wieder mehr Zeit für Ihre Patienten haben.

Um mehr über Services der CDS GmbH im Bereich Tele-Intensivmedizin zu erfahren, besuchen Sie unsere Seite zum Thema Telehealth Competence Center

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